Gelassen im Homeoffice – Mit diesen 7 Tipps gelingt es dir!

von Uta Ossmann

 

Gelassen im Homeoffice – Mit diesen 7 Tipps gelingt es dir! 

Arbeiten im Homeoffice – eine neue Herausforderung für viele. Home alone ;-)

 

Ich liebe es im Homeoffice zu arbeiten. In meinem gemütlichen Büro. Die Ruhe, die ich dabei habe. Ich bin kreativer. Genieße die freiere Zeiteinteilung und freue mich, dass ich mich nicht gleich morgens durch den vollen Frühverkehr quälen muss. 

 

Das funktioniert aber nicht für jeden. Viele arbeiten im Büro fokussierter, da sie zu Hause abgelenkt werden. Vor allem, wenn man keinen eigenen Raum bei sich zu Hause hat. Inmitten der Familie arbeiten muss. Die Kommunikationswege sind anders, man kann nicht mal eben ins Büro nebenan gehen und Dinge abklären, persönlich. 

 

Durch Corona und die damit verbundene soziale Distanzierung stehen wir plötzlich völlig neuen Anforderungen, in der Arbeitswelt und damit auch verbunden im Privatleben, gegenüber. Ob wir es mögen oder nicht…

 

Fühlst du dich gerade wie im Schleudergang einer Waschmaschine? Damit bist du nicht allein…

Auf der ganzen Welt müssen Menschen jetzt mit den plötzlichen unerwarteten Veränderungen klarkommen, mich eingeschlossen! Ich arbeite schon lange im Homeoffice, doch ich erinnere mich an die Anfänge. Der Fokus fehlte, die Struktur. Und jetzt im Moment fehlen mir schon meine persönlichen Workshops, in denen ich die Teilnehmer direkt um mich herum hatte. Die Nähe, das Lachen, das Miteinander. 

 

Heute möchte ich dir ein paar Möglichkeiten zeigen, du es schaffen kannst, glücklich und produktiv im Homeoffice zu sein. Und Grenzen zu setzen – zwischen Arbeit und Privatleben. Das ist oftmals die größte Herausforderung, schon im normalen Arbeitsalltag. Auf sich selber zu achten, geht dabei oft unter. Wenn die Welt auf dem Kopf steht versuchen wir, alles hinzubekommen. Arbeit, Familie, der Umgang mit Sorgen und Veränderung. Ohne Selbstfürsorge gehen wir früher oder später aber unter…

 

Vorhang auf für die Tücken des Homeoffice, tadaaa!

Praktisch über Nacht wird nicht mehr aus dem Büro kommuniziert, sondern vom Küchentisch aus, wenn du nicht einen Raum für dich hast… Das ist eine große Umstellung und vielleicht denkst du im ersten Moment, wie klasse! Ein Traum wird wahr. Endlich in der Jogginghose vor dem PC sitzen… und morgens nicht mehr los hetzen.

Durch die plötzliche Veränderung – PC in die Hand gedrückt, mit einem Zugang zum Firmennetzwerk –  kannst du dich gar nicht optimal vorbereiten, um fokussiert und effizient aus dem Homeoffice zu arbeiten. 

 

Die Tücken zeigen sich dann schnell im Alltag:

  • Ständige Unterbrechungen durch Haushaltsaktivitäten, wie zum Beispiel Wäsche waschen
  • KEINE Pausen machen, die ganze Zeit am Computer sitzen
  • Essen im Schreibtisch
  • Aufstehen, Zähne putzen und ab an den PC…
  • Abends arbeiten, anstatt wirklich Feierabend zu machen
  • Ständige Ablenkung durch Familie, Haustiere.
  • Die Schwierigkeit, sich genügend um die Kinder zu kümmern und die Arbeit noch geschafft zu bekommen. 
  • Vielleicht größere Sorge um den Job zur Zeit
  • Isolation. Allein zu arbeiten und nicht das gewohnte Arbeitsumfeld zu haben, kann das Gefühl der Einsamkeit erzeugen. 
  • Das Gefühl, nicht aufhören zu können mit der Arbeit, weil noch so viel zu tun ist.

Kommt dir einiges davon bekannt vor? Ich habe neulich herzlich gelacht, als ein Freund mir erzählte, dass seine Frau freudig vor ihm stand. “Wie schön, dass du jetzt zu Hause arbeitest. Nimmst du das Baby kurz, ich gehe dann einkaufen.” Homeoffice verändert unser Leben sehr. Es gibt tolle Wege, trotzdem produktiv zu arbeiten und auf sich selber zu achten. Hier sind sie: 

 

Wie du gelassen und produktiv im Homeoffice arbeitest

Mit diesen Methoden habe ich es geschafft, die Balance zwischen Homeoffice und Privatleben hinzubekommen. Ich hoffe, sie helfen dir glücklich und produktiv von zu Hause aus zu arbeiten

 

1. Mache dir einen genauen Zeitplan – wann du startest und wann du aufhörst

Start- und Endzeitpunkt festzulegen hilft dir, Grenzen zu setzen und einzuhalten. Normalerweise kommst du morgens um eine bestimmte Zeit und verlässt du abends das Büro, hast deinen Tag dort grob durchgeplant. Feste Zeitpunkte helfen dir, diesen gewohnten Rahmen beizubehalten. 

Ebenso können Routinen dir dabei helfen, Rituale. Vielleicht liest du morgens erst immer in Ruhe deine E-Mails bei einem Kaffee oder Tee. Das mache ich zum Beispiel so. Und vor Feierabend planst du kurz die ToDos für morgen und dann schaltest du ab. 

 

2. Setze dir klare Prioritäten für den Tag

Das könnte zum Beispiel auch ein Start in den Tag Ritual sein. Schreibe dir eine Prioritäten auf, was du heute erledigen möchtest. Und hake dann die erledigten Aufgaben ab. Lege zum Beispiel Meetings hintereinander. Dann hast du Aufgabenblöcke, in denen du fokussiert arbeiten kannst.  

 

3. Verhalte dich, als wenn du zur Arbeit gehst

Aufstehen, duschen, sich hübsch anziehen. Frühstücken. Du kennst das bestimmt, oder? Das heißt nicht, dass du jetzt mega gestylt am Schreibtisch sitzen musst. Ich liebe es zum Beispiel in meinem Yogaoutfit zu arbeiten. Ist gemütlich und hübsch. Aber die morgendliche Hygiene und Routine beizubehalten ist ein wichtiger Teil der Selbstfürsorge. Und du fühlst dich einfach viel wacher und fitter, mir gehts das zumindest so.

 

4. Richte dir einen festen Arbeitsplatz ein

Plötzlich ist Arbeit im Zuhause und Zuhause in der Arbeit. Die beiden teilen sich jetzt einen Platz ;-) Dann kann es schon schwer fallen, Grenzen zu ziehen. Auch wenn du keinen eigenen Raum hast, kreiere dir Platz nur für die Arbeit. Richte ihn dir schön ein und halte ihn ordentlich. Chaos am Arbeitsplatz sorgt für Chaos im Kopf…

 

5. Mach mal Pause!

Wenn du zur Arbeit gehst, dann kommst du morgens schon an die frische Luft (Tiefgarage und direkt im Büro aussteigen zählt jetzt mal nicht mit). Und im Büro holst du dir Wasser oder Kaffee, gehst zu Meetings… Das sind alles sind kurze Pausen. Die Versuchung im Homeoffice ist groß sich hinzusetzen und erstmal nonstop zu arbeiten. 

Der Schlüssel ist eine bewusste Pause. Atme zwischendurch bewusst durch, dehne dich. Mache eine Meditation. Esse nicht am Tisch, sondern nimm dir die Zeit, um dein Essen zu genießen. Bewege dich ausreichend. Ich mache jeden Tag einen langen Spaziergang, auch wenn es draußen gerade ungemütlich ist. Bewegung und frische Luft macht meinen Kopf frei. Und gesunder Schlaf :-)

 

 

6. Verbinde dich virtuell

Vielleicht fühlst du dich von der Außenwelt abgeschnitten. Glücklicherweise gibt es viele Wege, sich virtuell zu treffen. Zum Beispiel Videomeetings via Zoom. Nutze Chat-Funktionen, um in Verbindung zu bleiben. Auch im Privatleben ist es gerade schwer Freunde zu treffen. Abends nutze ich oft Zoom. Wir sehen uns, sprechen und manchmal trinken wir auf diese Art ein Glas Wein zusammen :-)

 

7. Hast du Kinder?

Ich weiß, viele haben nicht nur die Herausforderungen mit dem Homeoffice zu kämpfen, sondern auch mit der Umstellung des Familienlebens. Die Schulen waren in den letzten Monaten ständig zu. Und an wem bleibt diese zusätzliche Arbeit hängen? Plötzlich auch noch zu unterrichten, denn die Schulen sind auf virtuelles Unterrichten gar nicht eingestellt, ist eine unglaubliche Aufgabe. Oder Kleinkinder zu betreuen und die Arbeit irgendwie geschafft zu bekommen. Da ist das eigene Limit schnell erreicht. Hier sind ein paar Tipps für einen entspannteren Alltag: 

  • Gestalte eine Routine, die nicht zu starr ist. Setze klare Zeiten, wann die Kids lernen und wann sie spielen dürfen. So als wenn sie zur Schule gehen würden. Setzt euch zusammen und redet darüber, dass die Kinder auch wissen, was von ihnen erwartet wird
  • Plane gemeinsame Zeit ein und auch Zeit für dich! 
  • Mache eine Liste mit allen Aktivitäten, die deinen Kindern Spaß machen. Wenn sie sich langweilen, dann können sie sich daraus etwas aussuchen. Das verschafft dir Freiraum. 
  • Teile dir mit deinem Partner die Aufgaben auf. Auch wann wer sich um die Kinder kümmert. 
  • Auch wenn wir die Großeltern oft gerade nicht sehen können. Nutze Videotelefonate, in denen sie sich mit den Großeltern unterhalten können. Vielleicht kleine Ratespiele machen. So halten sie den Kontakt (auch für die Großeltern sehr wichtig) und dir verschafft es wieder Freiraum. 

Und hier ist mein letzter Tipp….

Du bist die Person, die gerade diese stressige Zeit durchläuft. Gehe sorgsam mit dir um! Du nimmst so viele Rollen ein… Elternschaft, Partnerin, Hausmanagerin, Boss oder Angestellte, Freundin… Alle diese wundervollen Teile sind miteinander verflochten. Sehe es als eine Chance, die einzelnen Parts wahrzunehmen und neu zu entdecken. Richte deine Aktivitäten danach aus, was dir gut tut und dir Energie gibt. Das bewusste Wahrnehmen macht das Homeoffice viel entspannter, denn du setzt Grenzen und Struktur, die mit dir im Einklang stehen und allen deinen Rollen gerecht werden. 

Pass auf dich auf! 

XoXo Uta

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